• Birgit Wegerich-Bauer

Warum Kinder nicht lernen wollen ...




... weil "Üben" oder "Pauken" es viel treffender umschreiben würde!


Es ist eine Ungenauigkeit in der Verwendung der deutschen Sprache, die uns glauben lässt, dass Kinder und Jugendliche nicht lernen wollen.


"Setzt dich hin und lerne!"

"Geh in dein Zimmer und lern deine Vokabeln!"

"Du hast wieder nicht gelernt!"


Doch was wirklich gemeint ist:

"Setz dich hin und übe!"

"Geh in dein Zimmer und übe deine Vokabeln!"

"Du hast wieder nicht ausreichend geübt!" oder "Du hast den gleichen Fehler wieder gemacht!"


In den meisten aller Fälle, wenn von Lernen die Rede ist, dann ist das Einüben von Kulturtechniken und oder die Aneignung von abrufbarem Wissen gemeint.


Dann bitte nennen wir es doch aus so und verwenden nicht einen Begriff, der so viel mehr an humaner Erhabenheit und lustvoller Erkenntnis in sich trägt. Hier fehlt es an der Genauigkeit und Präzision der Sprache!


Lernen, das ist in der deutschen Sprache

  • das Aneignen von Kulturtechniken durch wiederholendes Üben

  • das Aneignung von abrufbarem und anwendbarem Wissen

  • "Fehler" nicht mehr zu wiederholen

  • aus "Fehlern" neue Lösungsansätze zu entwickeln

  • etwas noch nicht "wirklich gut" zu können

  • das Begreifen von kleinen und großen Zusammenhängen

  • Erkenntnisgewinn

  • ein natürlicher Prozess, der IMMER stattfindet.


Ich bin mir ganz sicher: Unsere Kinder WOLLEN lernen! Und sie wollen auch üben! Nennen wir es doch einfach mit dem besser passenden Begriff. Vielleicht wird dann vieles einfacher!



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